Kopftext
Wesentlicher Bestand von News sind Nachrichten. Das Wort verweist darauf, dass Informationen einen erhöhten Wert bekommen, wenn man sich nach ihnen richten kann. Texte, die ich hier vorstelle, haben vor allem Gebrauchswert - für Journalisten und für alle, die wissen wollen, wie das funktioniert, mit Informationen Öffentlichkeit zu erreichen. Außerdem berichte ich über einige mir aktuell wichtig erscheinende Einmischungen in öffentliche Angelegenheiten und stelle literarische Texte ein, die sich auf aktuelle Entwicklungen beziehen. Eine Übersicht gibt es in der Rubrik Skripte.

 

 

Dieses Mal verrennt sich die Meute - Marc Jan Eumann gehört nicht in die Schusslinie

Am 8. Januar 2013 veröffentliche die WAZ Recherchen, mit denen sie einen "Plagiatsverdacht gegen SPD-Medienpolitiker Eimann" begründete. Ihm wurde vorgeworfen, in seiner 2011 vorgelegten Dissertation im Wesentlichen seine 20 Jahre früher geschriebene Magisterarbeit verwertet zu haben, ohne das im Einzelnen zu kennzeichnen. Als Quelle wird eine Rezension von Arnulf Kutsch in unserer Fachzeitschrift Publizistik genutzt. Der WAZ-Beitrag zirkuliere binnen weniger Stunden durch die Presse und durch die Online-Portale der Medien. Der Spiegel berichtete ebenso ausführlich wie der WDR. Da ich als Gutachter der Dissertation am Verfahren beteiligt war, habe ich mich ohne weitere Absprachen hingesetzt und meine Version der Geschichte erzählt. Auch sie zirkulierte dann erfreulich schnell. Aus meiner Sicht ist klar: Hier werden die Grenzen des Journalismus überschritten. Aus wenigen, zudem noch fragwürdigen Indikatoren werden Zusammenhänge konstruiert, um eine Treibjagd beginnen zu können.

Ich dokumentiere im Folgenden den Ausgangstext der WAZ in der Online Version Der Westen. Danach folgt meine Stellungnahme.

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Nachrichtenjournalismus

Nachrichten und Berichte gehören zu den professionellen Grundlagen des Journalismus. Sie sind in Form und Inhalt eindeutig zu bestimmen. Aus ihnen lassen sich alle weiteren Darstellungsformen im Journalismus ableiten. Nachrichten sind in vielfältiger Weise Gegenstand der Wissenschaft gewesen. Begiffe wie Nachrichtenwerte und Nachrichtenfaktoren gehören zum Basisbestand der Journalistik. In diesem Beitrag greife ich also auf die bewährten Bestände der Wissenschaft zurück.

Mir kommt es in dem Beitrag darauf an, möglichst nah an den Arbeitsabläufen im journalistischen Alltag zu bleiben. Diskurse über die Objektivität und den Konstruktivismus habe ich deshalb hier ausgespart. Der Text eignet sich als Vorlage in der journalistischen Ausbildung ebenso wie er diejenigen anregen will, die schon immer zu wissen glauben, wie man einen ordentlichen Nachrichtenjournalismus macht. Aus den einzelnen Abschnitten lassen sich leicht zahlreiche Übungsaufgaben ableiten, die am besten entlang aktuellen Materials formuliert werden.

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Zeitungen (ohne Zukunft?)

Die Perspektiven von Tageszeitungen beschäftigen seit Jahren Verleger, Journalisten und Politiker. Die Szenarien sind zwar sehr verschieden, haben aber alle eine gemeinsame Grundlage: Im digitalen Zeitalter ist die gedruckte Zeitung eigentlich nicht mehr zeitgemäß, weil nicht mehr „konkurrenzfähig“. In den Szenarien stehen die wirtschaftlichen und publizistischen Argumente im Vordergrund. Weniger beachtet bleibt die Frage, ob es kulturelle Gründe gibt, die dieses „anachronistische“ Medium am Leben erhalten werden. So gibt es ja auch noch immer die Theater, was angesichts von Fernsehen, Kino und Internet eigentlich nicht selbstverständlich ist. Die Zeitung als Kulturgut wird in Zukunft anders zu pflegen sein als die Zeitung heute, die vorrangig ein Wirtschaftsgut ist.

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