Kopftext
Wesentlicher Bestand von News sind Nachrichten. Das Wort verweist darauf, dass Informationen einen erhöhten Wert bekommen, wenn man sich nach ihnen richten kann. Texte, die ich hier vorstelle, haben vor allem Gebrauchswert - für Journalisten und für alle, die wissen wollen, wie das funktioniert, mit Informationen Öffentlichkeit zu erreichen. Außerdem berichte ich über einige mir aktuell wichtig erscheinende Einmischungen in öffentliche Angelegenheiten und stelle literarische Texte ein, die sich auf aktuelle Entwicklungen beziehen. Eine Übersicht gibt es in der Rubrik Skripte.

 

 

Kurdistan - der Beachtung wert

Ende März, Anfang April war ich mit meinem Freund Jürgen Hoppe, ehemaliger WDR-Redakteur, auf Einladung des Parlaments in Kurdistan, der vollständig selbstständigen Region im nördlichen Irak. Wir waren da nicht zum ersten Mal. Nach dem Krieg 2003-2004 hatten wir dort mit Freunden und Journalisten das Projekt "Pressefreiheit" aufgebaut. In ihm wurde die unabhängige Nachrichtenagentur AKnews gegründet, ein Leuchtturm der Pressefreiheit weit und breit in den Regionen des Nahen und Mittleren Ostens. Sie ist im vorigen Jahr in die Insolvenz gegangen, gescheitert an einem Mediensystem, in dem Loyalität gegenüber Parteien und Organisationen immer noch mehr gilt, als der ungefärbte Blick auf die Vielseitigkeit von Ereignissen und Entwicklungen. Unser Interesse in diesem Jahr galt der Frage, wie kann man einen freien Medienmarkt aufbauen - fast schon ein wenig schizophren angesicht der Entwicklungen in unserem Lande, in dem wir die Kaltschnäuzigkeit zu ertragen haben, wie manche Medienunternehmer mit diesem freien Markt umgehen.

>>> den ganzen Beitrag zeigen

Vieles ändert sich, aber wie? - Ein Beispiel für die Defizite in der Wissenschaft

Am 05.03.2013 veranstaltete der WDR in Dortmund eine öffentliche Podiumsdiskussion vor großem Publikum über das Thema "Meine Zeitung muss bleiben. Wie werden wir uns künftig lokal informieren?" An ihr habe ich teilgenommen. Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet und ist im Internet anzuschauen unter:

http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2013/03/05/wdr5-stadtgespraech.xml

Auf dem Podium saß auch Christian Nienhaus, Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe, die sich nun wohl Funke-Mediengruppe nennt. Aus diesem Medienhaus kommt auch die Westfälische Rundschau, deren redaktionelle Abschaffung Grund für die Veranstaltung war. Die Aussagen des Geschäftsführers über die publizistische Vielfalt empörten. Als Wissenschaftler musste ich mir eingestehen, dass es mir nicht gelingt, meine Empörung empirisch zu begründen. Es gibt da ein auffallendes Deftzit in unserer Wissenschaft. Das habe ich zum Anlass genommen, für unser Fachjournal "Journalistik Journal" einen Beitrag zu schreiben, in dem ich mich mit der jüngsten Geschichte der Westfälischen Rundschau und der Unfähigkeit der Wissenschaft beschäftige, zu ihrer Interpretation Wissen beizutragen. Der Beitrag wird im April 2013 erscheinen siehe:

www.http://journalistik-journal.lookingintomedia.com/

 

 

>>> den ganzen Beitrag zeigen

Westfälische Rundschau ade - Eine nicht gehaltene Rede am 19.01.2013

Die Entscheidung der WAZ-Geschäftsführung in Essen, die Westfälische Rundschau in Dortmund mit allen ihren Lokalredaktionen in der Region zu einer Hybridzeitung mit WAZ-Mantel und dem Lokalteil des jeweiligen bisherigen örtlichen Konkurrenten umzubauen, ist ein geradezu groteskes Modell und belegt, wie beratungsresistent und ohne Fantasie die Zeitungsverleger durch das digitale Zeitalter stolpern. 120 Redakteure und ebenso viele freie Mitarbeiter von heute auf morgen zu entlassen, ist nicht nur eine Verletzung des Betriebsverfassungsgesetzes sondern zeigt auch den kaltschnäuzigen Umgang mit anerkannt guten Journalisten. Diese Geschäftsentscheidung auch noch als Maßnahme zur Erhaltung der Medienvielfalt in der Region zu verkaufen, kann man nur noch als zynisch kommentieren.

Siehe auch meinen Eintrag "Zeitungen (ohne Zukunft?)" Oktober 2012

 

>>> den ganzen Beitrag zeigen